Das Projekt Häxberget richtet sich an Jugendliche, die aufgrund überfordernder Situationen oder Lebensumstände, Verhaltensweisen an den Tag legen, die sie an einer kreativen Gestaltung ihrer Lebensführung hindern. Einem systemisch-ökologischen Handlungsansatz folgend, versteht sich dieses Projekt als ein längerfristig angelegtes intensives Betreuungsangebot, das den Jugendlichen Halt, fürsorgliche Autorität und größere Distanz zu ihrem Herkunftsmilieu anbieten kann. Die räumliche Distanz zum Herkunftsmilieu ermöglicht es, Abstand von den überfordernden Lebensbedingungen zu erhalten. Sie können zur Ruhe kommen und Bewußtwerdungsprozesse zu ihrer eigenen Situation eingehen. Lernsituationen sind in diesen Zusammenhängen nicht aufgesetzt, sondern erfordern Ernsthaftigkeit und eröffnen Chancen, neues Verhalten auszuprobieren und zu bewerten. Die Jugendlichen werden direkt mit den Konsequenzen ihres Handelns konfrontiert, ohne dass sie dabei die Möglichkeit haben, sich diesen Konfrontationen zu entziehen oder Zerstreuung und Ablenkung von außerhalb zu suchen. Die Bewältigung des Alltags unter den erschwerten Lebensbedingungen, das Erleben einer ungewöhnlichen Lebensform, ermöglicht zu einem eine Distanzierung von vorherigen problematischen Verhaltensweisen. Darüber hinaus bietet es die Grundlage, die Hintergründe zusammen mit der Pädagogin zu beleuchten und zu bearbeiten und alternative Problem- und Konfliktlösungsstrategien zu suchen.
Zum Projekt gehören auch mehrere Hunde (unter anderem ein Schlittenhund als Rudelführer). Auch in Bezug auf ihre Versorgung und Pflege können Jugendliche Aufgaben übernehmen. Häufig eignen sich die Tiere auch gut dazu, Vertrauen zu fassen und Agefahrloser@ Beziehungen auszuprobieren.
Aufgrund der Erfahrungen von Frau Schosso aus mehreren Reiseprojekten und in der Erziehungshilfe in Deutschland ist es sehr gut möglich, in diesem Projekt auch zeitlich befristete Kriseninterventions- und Perspektivklärungsmaßnahmen zu machen.