Grundlage der Betreuung in einem Standprojekt ist die prinzipielle Akzeptanz des "Eigen-Sinns” der Jugendlichen, der bedingt sein kann durch massive Gewalterfahrungen, sexuelle Mißbrauchserfahrungen, Vernachlässigungen, Beziehungsabbrüche und vieles mehr in ihrer Vergangenheit. Angebote der PädagogInnen sowie die Partizipationsmöglichkeiten im häuslichen Umfeld appellieren an das Bedürfnis der Jugendlichen nach "Zugehörigkeit”. Die pädagogische Arbeit bewegt sich genau in diesem Spannungsverhältnis von "Eigen-Sinn” und "Zugehörigkeit”.
Die Mitgestaltung des Gemeinschaftslebens, die Übernahme von Verantwortung in alltagspraktischen Handlungsfeldern sowie die Begleitung und Betreuung bei Erfahrungen in gesellschaftlichen Anforderungsbereichen (Schule, Berufsorientierung, Berufsausbildung) ermöglichen es den Jugendlichen, eigene Schritte im oben beschriebenen Spannungsfeld zu machen.